Grand Canyon

Der Grand Canyon ist ein fantastischer geologischer Aufschluss. In ihm ist  eine Schichtabfolge vom Präkambrium über paläozoische Sedimente bis zu  mesozoischen Ablagerungen aufgeschlossen und in ihrer Gesamtheit  besonders von Punkten am Nordrand des Canyons zu beobachten. Siehe Fotoreihe weiter unten! Neben diesen Beobachtungspunkten beginnt oberhalb des Bright Angels Canyon der lange und anstrengende North Kaibab Trail, der in den Grand Canyon an der Aufschlusswand bis zur Phantom Ranch und zum Colorado River hinunter führt.

Toroweap

Toroweap

Lavaflow

Grand Canyon neuLavaflow

Lavaflow

Lavaflow

Stammsitz der Paiute Indianer

Stammsitz der Paiute Indianer

Engelsfenster

Engelsfenster

Unkar Delta

Unkar Delta

Bright Angel Point

Bright Angel Point

Cape Royal

Cape Royal

Der North Rim ist der von  Touristen weniger frequentierte der beiden Rims des Grand Canyons. Mit  einer Höhe von 2576 m am Visitor Center ist der North Rim 300 m höher  gelegen als sein südliches Gegenstück, der South Rim. Der Colorado-Canyon scheint einer tektonischen Bruchrinne zu folgen,  die durch den Versatz des Coloradoplateaus entstand. Geomorphologisch  gleichen sich das im Süden gelegene Cococino Plateau und das den  Nordrand bildende Kaibab Plateau.

Stratigraphie Grand Canyon

Die Geologie des Grand Canyon ermöglicht es, eine der vollständigsten Gesteinsfolgen unseres Planeten zu beobachten. Im Grand Canyon werden rund 500 Millionen Jahre der erdgeschichtlichen Entwicklung des Westens der Vereinigten Staaten sichtbar. Aufgeschlossen sind nahezu alle Gesteinsschichten des Erdaltertums (Paläozoikum), die der erdgeschichtlichen Frühzeit (Präkambrium) liegen unter Talschutt begraben. Zum überwiegenden Teil handelt es sich hierbei um Sedimentgesteine, die rund 1200 bis 2000 Millionen Jahre alt sind und somit eine Zeitspanne von einer Milliarde Jahre umfassen, wenn man die liegenden Vishnu Basement Rocks in die Betrachtung mit einschließt. Dabei muss man aber einen Hiatus (Schichtlücke) von 500 Mio Jahren zwischen Präkambrium und Paläozoikum in die Betrachtung einbeziehen. Die aufgeschlossenen Sandsteine Kalksteine, Tonschiefer und Siltkalke haben meist marinen Ursprung.
Tektonik: In der laramischen Gebirgsbildung, zu Beginn der Tertiärzeit vor rund 75 Millionen Jahren kam es in der Umgebung des Grand Canyon zu einer großräumigen Geosynklinalbildung, die im Miozän zur Bildung des Coloradoplateaus deren Teil der Grand Canyon ist. Die endogene Dynamik und die Erosion haben eine Landschaft geprägt auf der sich ein Flusssystem ausbildete in das sich der rezente Colorado River einfügte. Die Canyonbildung ist seit ca. 5 Millionen Jahren im Gang, als sich der Golf von Kalifornien öffnete und damit die Erosionsbasis  auf Meeresspiegelniveau absenkte.

Mit dem Quartär vor 2 Mio Jahren setzte Vulkanismus im Colorado Plateau ein. So stauten Lavaflüsse  das Flusssystem des Colorado und es bildeten sich riesige Seen, die bis zu 600 Meter tief und 160 Kilometer lang waren. Plötzlich ablaufende Wassermassen entwickelten enorme Erosionskraft.

Mit nahezu 40 ausgewiesenen Gesteinsformationen und 14 Diskordanzen (Schichtlücken) stellt der Grand Canyon eine der am besten untersuchten Gesteinsfolgen der Welt dar.

 

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